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Samuel Adam
Seine künstlerischen Anfänge liegen im Gesang slowakischer Volkslieder, mit denen er erste Wettbewerbserfolge feierte. Am Schauspielkonservatorium Bratislava vertiefte Samuel Adam die Verbindung von Stimme und Schauspiel. Bereits mit zehn Jahren debütierte er in Sherlock Holmes am DJZ Prešov, mit 16 entdeckte er als Baby John in West Side Story seine Leidenschaft für Musiktheater. Sein interdisziplinärer Weg führte ihn nach seiner Schauspielausbildung an die Salzburg Experimental Academy of Dance (SEAD), die er 2025 abschloss. Dort entwickelte er eine eigene künstlerische Handschrift zwischen Tanz, Theater und Musik.
Samuel Adam ist international tätig und trat u. a. in Paris, Wien und Bratislava auf. Er arbeitete mit zeitgenössischen Kollektiven sowie bei renommierten Institutionen und Festivals wie dem Theater an der Wien, den Salzburger Festspielen und der Mozartwoche Salzburg. Sein Repertoire reicht von zeitgenössischem Tanz über Oper bis Musical. Aktuell ist er in Rudolf: Der letzte Kuss in Deutschland zu sehen und widmet sich zudem der Lehre und eigenen choreografischen Projekten.
ALMA
Alle 5 Mitglieder von ALMA hatten das Privileg, mit einem großen Schatz an kulturellem Kapital ausgestattet worden zu sein. Allesamt in musikalischen Haushalten aufgewachsen, haben sie schon früh ihre Scheuklappen abgelegt und versucht sich stets weiterzuentwickeln - damit Tradition eben nicht als Abgrenzung, sondern als
Anknüpfung zu Anderen gelebt wird. Wenn Menschen aufeinander treffen, die allesamt Wurzeln und Flügel haben, dann kann im Moment etwas völlig Neues entstehen, das trotzdem so vertraut klingt, dass man sich gerne genau dahineinlegen möchte.
Julia Lachersdorfer - Geige, Gesang
Evelyn Mair - Geige, Gesang
Marie-Theres Stickler - Diat. Harmonika, Gesang
Matteo Haitzmann - Geige, Gesang
Marlene Lacherstorfer - Kontrabass, Gesang
Nika Baumann
Nika Bauman ist eine kroatische Flötistin, Performerin und Regisseurin mit Sitz in Wien. Sie studierte Flöte in Zagreb und Wien sowie Transmediale Performance (MA Contemporary Arts Practice) an der mdw, Abschluss 2025.
Als Musikerin ist sie in Ensembles wie Synesthetic Project, Mimika Orkestar und Ensemble Illyrica aktiv. 2018 gründete sie das interdisziplinäre Synesthetic Project, für das sie zahlreiche musiktheatrale Produktionen realisierte, die international gezeigt wurden, u. a. bei den Musiktheatertagen Wien und in Berlin.
Neben ihrer künstlerischen Arbeit engagiert sie sich stark im Bereich junges Publikum und Musikvermittlung. Sie arbeitet regelmäßig als Performerin und Regisseurin in Kinder- und Jugendproduktionen, ist international als Mentorin tätig und leitet seit 2023 den TAKT Kulturverein, mit dem sie Konzertreihen und das TAKT Festival in Wien verantwortet.
Anna Bárbara Bonatto
Anna Bárbara Bonatto wuchs in Brasilien auf und kam früh über den Tanz zur Bühne. Mit neun Jahren zog sie in die USA, wo sie ihre Ausbildung in Tanz und Schauspiel vertiefte, u. a. in Los Angeles bei Cynthia Bain und Andrew Magarian. 2012 begann sie ihr Studium an der Salzburg Experimental Academy of Dance (SEAD), das sie 2016 abschloss. Direkt danach war sie als Margarita in West Side Story bei den Salzburger Festspielen zu sehen. Es folgten Engagements bei internationalen Festivals wie Sommerszene, Hidalgo und New Faces New Dances sowie Zusammenarbeiten mit Choreograf:innen wie Edivaldo Ernesto, Jörn-Felix Alt und Anna Konjetsky. Neben ihrer Bühnentätigkeit realisierte sie auch experimentelle Filmprojekte.
Seit 2020 arbeitet sie verstärkt als Performerin und Assistenzchoreografin, u. a. am Toihaus und mit dem Wiener Ensemble Synesthetic Project. Engagements führten sie u. a. ans Landestheater Linz (Aida) sowie in Film- und Theaterproduktionen. In der Spielzeit 2024/25 war sie am Salzburger Landestheater zu sehen, u. a. in An der Arche um Acht, Sherlock Holmes und Skiverliebt.
Daniela Damianova
Daniela Damianova wurde in Bulgarien geboren und studierte Klavier an der Musikakademie Sofia bei Stella Dimitrova, an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Wolfgang Watzinger sowie an der Sibelius-Akademie in Helsinki bei Erik T. Tawaststjerna. Sie war Stipendiatin der Yehudi Menuhin Foundation und der Vienna Beethoven Society.
Sie wurde bei zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben in Bulgarien, Deutschland, Österreich und Spanien ausgezeichnet, u. a. beim Internationalen Albert-Roussel-Wettbewerb in Sofia und der Vienna International Piano Academy Competition. Eine besondere Auszeichnung erhielt sie beim Brahms-Wettbewerb in Pörtschach für Vokalkammermusik.
Als Kammermusikerin arbeitete sie mit renommierten Künstlern wie Sharon Kam, Alfred Prinz, Peter Schmidl, Walter Auer und Christian Wetzel zusammen. Seit 2006 ist sie Professorin am Landeskonservatorium Klagenfurt und seit 2009 Dozentin an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Sarah Maria Dragović
Die serbisch-österreichische Bratschistin Sarah Maria Dragović lebt in Wien und begann im Alter von sechs Jahren mit dem Violinspiel. Sie erhielt ihre Ausbildung am Mozarteum Salzburg sowie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Thomas Selditz und Gerhard Marschner.
Sie ist Gründerin und Mitglied mehrerer Ensembles, darunter punctum collective, und arbeitet als Musikerin und Komponistin in den Bereichen Film, Theater und Performance. Regelmäßig tritt sie mit Ensembles wie Phace, Ensemble Wiener Collagen, ensemble XXI. jahrhundert und Synesthetic Project auf und ist zudem als Substitutin beim Mozarteumorchester Salzburg tätig.
Ihr künstlerischer Fokus liegt auf zeitgenössischer Musik, freier Improvisation und transdisziplinären Projekten im In- und Ausland.
Duo Ruut
Duo Ruut ist ein außergewöhnliches estnisches Duo, das zwei Stimmen mit nur einer Kannel (Zither) verbindet. Die beiden Musikerinnen teilen sich ein Instrument und erschaffen damit – trotz minimalistischer Mittel – eine überraschend vielschichtige Klangwelt. Inspiriert von traditionellen Texten und kombiniert mit zeitgenössischer Komposition entsteht ein einzigartiger Sound zwischen Folk und Moderne.
In den letzten Jahren trat das Duo auf internationalen Bühnen und Festivals in über 20 Ländern auf, darunter auch beim Glastonbury Festival. Ihr aktuelles Album „Ilmateade“ („Wetterbericht“, 2025) widmet sich auf poetische und teils sehr direkte Weise dem Thema Wetter und wurde international gefeiert – unter anderem vom Guardian als Folk-Album des Monats ausgezeichnet.
Duo Ruut gilt als eine der spannendsten neuen Stimmen der europäischen Folk-Szene – reduziert, experimentierfreudig und zugleich tief berührend.
Ann-Lissett Rebane & Katariina Kivi
eine Kannel, vier Hände, Gesang
Florian Eggner
Der Solist und Kammermusiker Florian Eggner studierte sowohl am Brucknerkonservatorium Linz bei W. Tachezi, als auch an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei W. Herzer sowie am Mozarteum Salzburg bei C. Hagen. Seit 2001 ist er selbst Lehrer für Violoncello und Kammermusik und gibt Meisterkurse in Österreich, der Schweiz, Großbritannien und Australien.
Neben seiner Tätigkeit als Kammermusikpartner von L. Tomter, dem Takács Quartet, den Wiener Streichersolisten und vielen anderen, ist er seit der Gründung 1997 Mitglied des Eggner Trios, mit dem er seither weltweit konzertiert. Zahlreiche CD-Produktionen, Schallplattenpreise und die Grammy-Nominierung in der Kategorie "Best Small Ensemble" zeugen von der Qualität seiner musikalischen Arbeit.
Marko Ferlan
Marko Ferlan ist ein in Slowenien geborene und in Wien lebender Kontrabassist, Bassist und Gitarrist. Seine vielseitige musikalische Sprache bewegt sich frei zwischen Jazz, Weltmusik und zeitgenössischer Kammermusik. Mit feinem Gespür für Klang und Raum verleiht er Ensembles ein warmes Fundament und eine erzählerische Tiefe. Auf europäischen Bühnen ist er in zahlreichen internationalen Projekten zu hören, wo seine Musik Kulturen, Stile und musikalische Geschichten miteinander verbindet.
Iva Casian-Lakoš
Iva Casian-Lakoš ist eine in Brooklyn lebende Cellistin, Sängerin, Komponistin und Improvisationskünstlerin, bekannt für ihr ausdrucksstarkes Cellospiel und ihren fein nuancierten Gesang. Als Amerikanerin mit mexikanisch-kroatischen Wurzeln verbindet sie zeitgenössische Musik, Theater und interdisziplinäres Storytelling und vereint dabei Stimme, Cello, Bewegung und Improvisation.
Sie arbeitete u. a. mit der American Modern Opera Company (AMOC) in Inszenierungen von Peter Sellars und trat an Häusern wie dem Lincoln Center und in Tanglewood auf. Zudem kooperiert sie mit dem Wiener Kollektiv Synesthetic Project sowie mit Ensembles wie eco|tonal und Unheard-of//Ensemble. Ihre Arbeiten als Komponistin entstehen häufig in Zusammenarbeit mit Künstler:innen verschiedener Sparten und wurden international präsentiert, u. a. in Wien, Zagreb und New York. Aufnahmen erschienen bei New Focus und Better Company, darunter Projekte, die internationale Anerkennung erhielten.
Toni Mijač
Toni Mijač ist ein kroatischer Film- und Multimedia-Künstler. Er studierte Film und Video in Split sowie New Media Art in Zagreb und arbeitet in konzeptionellen, filmischen und interdisziplinären Projekten.
Seine künstlerische Praxis umfasst Film, Video, Installation, Performance, Text und Fotografie und untersucht alltägliche Strukturen und menschliche Routinen in unterschiedlichen medialen Formen. Er war an zahlreichen internationalen Residenzen, Workshops und Festivals beteiligt und zeigte seine Arbeiten in Einzel- und Gruppenausstellungen in Europa.
Zu seinen ausgezeichneten Arbeiten zählen u. a. Connection Is/Not Possible und Slon Eye, die mehrfach preisgekrönt wurden. Mijač lebt und arbeitet international und ist regelmäßig in künstlerischen Residenzprogrammen vertreten.
Kristina Suklar
Kristina Suklar, in Serbien geboren, studierte Violine an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, parallel dazu an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz. Sie erhielt das Herbert-von-Karajan-Stipendium und schloss ihr Masterstudium 2009 mit Auszeichnung ab. 2009 wurde sie auch Stimmführerin der 1. Violinen im ORF Radio-Symphonieorchester Wien, seit Jänner 2011 ist sie die 2. Konzertmeisterin.
Als Konzertmeisterin war sie u. a. im Pacific Music Festival Orchestra in Japan, der Zagreber Philharmonie, dem UBS Chamber Orchestra tätig und ist in dieser Position seit 2006 regelmäßig im Wiener Kammerorchester engagiert. Sie ist Preisträgerin beim Fidelio-Wettbewerb und des Anton-Bruckner-Wettbewerbs der Wiener Symphoniker.
tinski
tinski, Christina Horvath, geboren in Wien, lebt und arbeitet im Südburgenland. Ihre künstlerische Praxis bewegt sich an den Schnittstellen von Malerei, Zeichnung und Collage und verbindet experimentelle, intuitive Prozesse mit einem analytisch beobachtenden Zugang.
In ihren Arbeiten untersucht sie Wahrnehmung als aktiven Prozess und hinterfragt die Stabilität dessen, was als Realität erscheint. Schichtungen, Überlagerungen und bewusste Auflösungen erzeugen Bildräume, in denen sich das Sichtbare ständig verschiebt.
Wiederkehrende Motive sind Tiere und Landschaften. Sie fungieren als Träger von Bedeutungsebenen, die zwischen biologischer Realität, kultureller Prägung und individueller Interpretation oszillieren.
tinskis Arbeiten verbinden präzise malerische Setzungen mit offenen, prozesshaften Elementen und eröffnen so Räume, in denen sich Ordnung und Instabilität, Kontrolle und Intuition zugleich entfalten.
Tomaž Zevnik
Tomaž Zevnik ist ein slowenischer Klarinettist, der als Solist, Kammermusiker und Ensemble-Interpret tätig ist. Er arbeitet genreübergreifend in Klassik, Jazz, Swing und zeitgenössischer Musik, u. a. mit Ensembles wie Gugutke, Synesthetic Project und Pickpocket Swingers.
Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf neuer Musik und der Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponist:innen sowie auf verschiedenen Aufnahmeprojekten. Sein künstlerisches Profil verbindet Tradition und Innovation.
Zevnik ist Preisträger internationaler Wettbewerbe und auch als Pädagoge aktiv, u. a. in Unterricht und Workshops. Er studierte Klarinette in Ljubljana und ist seit 2024 offizieller Künstler von Henri Selmer Paris.
Christoph Zimper
Der künstlerische Leiter des Weissensee Klassik Festivals ist ein waschechter Tausendsassa. Er liebt es, das Erlebnis Musik in all seinen Facetten zu erkunden. Er ist Klarinettist, Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, kuratiert als künstlerischer Leiter zwei Musikfestivals, komponiert leidenschaftlich gerne und ist darüber hinaus dabei, eine Community aufzubauen.
Das Weissensee Klassik Festival ist für ihn ein kreativer Spielplatz für die Seele, auf dem Herzensvisionen umgesetzt werden, persönliche Verbindung entstehen oder vertieft werden, und die atemberaubende Natur des Weißensees gemeinsam gefeiert wird!